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Aktualisierung: 27.01.2009

© 2007





Das Gebiet der Reisefotografie läßt sich nur schwer abgrenzen, denn Motive gibt es wie Sand am Meer. Das Spektrum reicht von Eindrücken von fremden Kulturen, Menschen, Landschaften, Architektur, jedoch auch Eindrücken von der Reise selbst. Es kann deshalb nicht überraschen, wenn die Reisefotografie zu den Anspruchsvollsten und komplexesten Gebieten der Fotografie zählt.

Das was die Reisefotografie besonders auszeichnet ist, neben der Zusammenstellung des erforderlichen Equipments und finanziellen Ressourcen, sicher auch die körperliche und mentale Einstellung zu jeweiligen Reise. Denn man bereist schließlich eine andere Kultur, ist möglicherweise extremer Hitze oder Kälte ausgesetzt, dem der gewöhnliche Mitteleuropäer i.d.R. nicht gewachsen ist. Außerdem kann ja nicht das ganze Land fotografiert werden. Man muß sich bereits vor Antritt der Reise Gedanken darüber machen, welche Fotos von welchen Orten die größte Aussagekraft haben. Es gibt zudem Punkte, die sind absolutes Pflichtprogramm. Eine Reise nach Teneriffa ist ohne Besuch des Teide kaum vorstellbar. Und wehe, das Wetter spielt nicht mit. Unwägbarkeiten sind also die ständigen Begleiter einer jeden Reise. Reisefotografie ist ohne Risiken also nicht zu haben.

Kommen wir zur Ausrüstung. Ein Zoomobjektiv ist m.E. dringend erforderlich. Auf einer Reise können Sie nur selten einen ganzen Fotorucksack mitnehmen, zumindest nicht auf einer Flugreise. Ein Zoom von z.B. 28-135 mm oder 28-200 mm deckt fast alle wichtigen Brennweiten ab. Vorzugsweise sollte man Objektive mit Bildstabilisator wählen, denn nicht immer kann man ein Stativ aufbauen. Reisefotografie ist auch immer spontan. Ich selbst habe gute Erfahrungen gemacht mit einer Kombination 2er Objektive, und zwar einem 28-135 mm und einem 100-400 mm Brennweite, beide mit Bildstabilisator. Jetzt evtl. noch ein Weitwinkel in Festbrennweite und ein Telekonverter und ich bin gerüstet für praktisch alle Situationen. Selbst den kleinsten Piepmatz kann ich formatfüllend abbilden. Und für diverse Filter (insbesondere einen Polfilter) und ein leistungsfähiges Blitzgerät ist da auch noch Platz (kommt notfalls bei der Freundin in den Kosmetikkoffer :-) )

Wichtig ist auch das Verhalten vor Ort. Es ist wohl selbstverständlich, daß man Menschen nicht fotografieren kann wie Tiere. Deshalb sollte man alle Menschen, die man gedenkt, fotografisch abzubilden, vorher und Erlaubnis bitten. Ansonsten kann es schweren Ärger geben, bis hin zu Gefängnisstrafen.

Verbleiben die finanziellen Risiken, zumindest dann, wenn man von der Fotografie leben muß (ich selbst muß es zum Glück nicht).  So eine Reise ist nicht billig. Deshalb sollte man so ein Reiseprojekt sorgsam durchkalkulieren, will man nicht in ein finanzielles Desaster rennen. Dabei sollte man den Auftraggeber eines solchen Reiseprojekts am besten in die Planung einbeziehen. Es steht natürlich jedem frei, im Rahmen einer Geschäftsreise oder eines Urlaubs gleich nebenher ein paar gute Bilder zu schießen.