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Aktualisierung: 27.01.2009 © 2007
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Wenn es darum geht, kleinste Lebewesen oder Gegenstände Format füllend abzubilden, stößt die klassische Makrofotografie schnell an Ihre Grenzen. Dann helfen nur noch spezielle Lupenobjektive, die Abbildungsmaßstäbe von weit über 1 : 1 erreichen. Der Lohn sind dann jedoch Fotos, die aus dem alltäglichen Allerlei heraustreten. Es erschließen sich Welten, die mit dem bloßen Auge kaum mehr erkennbar sind. Faszinierende Strukturen und Farbkompositionen erschließen sich dem Auge des Betrachters.
Um uns in den Bereich der Lupenfotografie vorzuwagen, benötigen wir ein spezielles Objektiv, eben ein Lupenobjektiv. Solche Spezialobjektive werden von Canon und Leica mit Brennweiten zwischen 12,5 und 50 mm sowie einer Irisblende zur Verwendung mit Balgengeräten angeboten. Ein Adapter reduziert dabei den Kamera-Anschluß auf ein genormtes Mikroskopgewinde der Lupenobjektive. Über diesen Adapter können diese Objektive dann an allen Kleinbild-SLR-Kameras mit Wechseloptik verwendet werden. So können Abbildungsmaßstäbe bis ca. 20 : 1 realisiert werden. Wie nicht anders zu erwarten wartet die Lupenfotografie mit einigen Problemen auf, die wie immer mit etwas Erfahrung zu meistern sind. Das wäre zunächst der Lichtverlust durch die starke Verlängerung des Auszugs. Zum Scharfstellen (das übrigens manuell erfolgen muß, einen Autofokus gibt es nicht) muß ein "Pilotlicht" verwendet werden, um die Szene auszuleuchten. Dazu lassen sich z.B. Halogenlampen mit stark gebündeltem Licht verwenden. Etwas eleganter, jedoch auch teuer, ist sicher eine spezielle Kaltlichtleuchte. Desweiteren kommt man natürlich auch nicht mit herkömmlichen Blitzgeräten weiter. Ein spezieller und teurer Makroblitz, der vorne auf das Objektiv geschraubt wird muß her. Ein oder mehrer Blitze als "Slave" können natürlich eingesetzt werden. Zu beachten ist dabei stets, das sich die Frontlinse oft nur etwa 1 cm vom Objekt befindet. Das Blitzlicht fällt also sehr flach ein. Eine weitgehend schattenfreie Ausleuchtung ist die Folge. Auf eine Belichtungsreihe mit verschiedenen Blendenwerten kann i.d.R. nicht verzichtet werden. Gut wenn man eine Digitalkamera sein Eigen nennt (zumindest zum Testen und Sammeln von Erfahrungswerten). Filmmaterial muß nicht unnötig "verbraten" werden. Das bei der Lupenfotografie ein stabiles Stativ und Fernauslösung verwendet werden muß, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Ein Kamera mit Spiegelvorauslösung wäre ebenfalls von Vorteil. Größte Anforderungen stellen bewegte Objekte, wie lebende Insekten. Bei derart hohen Vergrößerungsmaßstäben kann ein Objekt regelrecht durchs Bild rennen. Die Blitzbeleuchtung ist dann unverzichtbar. Das Bildfeld ist zudem sehr klein. Es kann zur Geduldsprobe werden, ein bewegtes Objekt im Bildfeld zu halten. Ansonsten gilt es, Erfahrungswerte zu sammeln, und das schafft man nur durch Üben, Üben und nochmals Üben.
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